Der Artikel zur Auswirkung von Lärm auf die Gesundheit der ihm ausgesetzten Menschen ist alarmierend. Um so erfreulicher ist, dass die Stadt Stade in einem Lärmaktionsplan Lärm, allerdings nur Verkehrslärm reduzieren will.
Der die Bützflether belastende und gefährdende nächtliche Industrielärm scheint Rat und Verwaltung der Stadt nicht so wichtig zu sein. Dabei hat das Gewerbeaufsichtsamt im östlichen Bereich der „Vogelsiedung“ einen mittleren nächtlichen Schallpegel von 45 dB(A) gemessen. In der Nacht vom 3.3. bis 4.3.2026 wurde um 23:00 47,8 dB(A) gemessen, um 00:54 46,2, um 01:22 47,2 und um 04:00 45,8 dB(A) Wind. Eine Gefährdung der Bewohner in der „Vogelsiedlung“ ist bei einer so hohen Beschallung, folgt man dem Artikel und den Informationen des Umweltbundesamtes zum Thema Straßenverkehrslärm, nicht mehr auszuschließen.
Schlimmer aber trifft es die Menschen am Alten Landesschutzdeich. Wenn man den zeitparallelen Messungen und der darauf aufbauenden Aussage des niedersächsischen Landesverwaltungsamtes folgt, steigt der Lärmpegel vom östlichen Rand der „Vogelsiedlung“ bis zur Lücke im Alten Landesschutzdeich um 4 bis 5 dB(A) auf dann 49 bis 50 dB(A) und in der Nacht vom 3. Auf 4. März auf deutlich über 50 dB(A).
Ich finde, die Industrie sollte umgehend lärmmindernde Maßnahmen ergreifen und Rat und Verwaltung sollten schnellstmöglich gegensteuern und einen den Lärm begrenzenden Industrie-Bebauungsplan aufstellen. Unverständlich bleibt die gefühlt jahrelange Untätigkeit des Gewerbeaufsichtsamtes, das schon lange hätte eingreifen müssen.