Eher Angstmacher als Mutmacher - So nicht Herr Kolk!

Leserbrief an das Stader Tageblatt zum Artikel „Zwei Mutmacher für den Chemiepark“ vom 6.6.2026 (Lars Strüning)

Also wenn der Artikel, der Mut machen sollte, den Stadtrat Kolk richtig zitiert, indem er an verbrieften Bürgerrechten wie dem Widerspruch in Genehmigungsverfahren „die Axt anlegen“ will und Bürgerinitiativen pauschal als „wohlstandsverwahrlost“ diffamiert und damit zudem suggerieren möchte, dass Bürgerinitiativen ihre eigenen Interessen vor die der Allgemeinheit stellen, dann wird mir Angst und Bange ob des Demokratieverständnisses eines gewählten Stadtrats und eines hochdotierten Beamten der Stadt Stade. Natürlich hat Herr Kolk wegen fehlerhafter und rechtswidriger Planungsvorlagen aus dem eigenen Haus schon einiges an Kritik einstecken müssen, aber ein demokratiefähiger Mensch in seiner Position sollte dann in den Dialog treten und seine Arbeiten (Bebauungspläne etc.) verbessern. Die Gerichte haben ihn mehrfach auf die richtige Spur einer Lösung zu seinen mangelhaften Bebauungsplänen gesetzt. Leider ist Herr Kolk noch immer beratungsresistent, scheut den Dialog, verbreitet weiter seine nachweisbar falschen Behauptungen zu Lärmschutzwerten u. a. und fordert jetzt sogar den Abbau von Demokratie und Bürgerrechten. Das macht eher Angst als Mut! Oder hat möglicherweise Herr Strüning beim Zitat einen falschen Kontext hergestellt, dann bedarf es einer Richtigstellung und einer Entschuldigung von beiden, denn gerade in diesen Zeiten der asozialen Medien sollten sowohl Politik als auch Journalismus mit Gespür darauf achten, nicht pauschal zu verunglimpfen und einfachen Versprechen und Scheinlösungen das Wort zu reden.

 

Die BIB hat zum Vorgang eine Stellungnahme verfasst und angefügt, in der sie differenziert auf die problematischen Äußerungen im Stader TB am 6.6. eingeht und den Hintergrund erläutert, was verständlicherweise mehr Platz benötigt, als in diesem Leserbrief zur Verfügung steht.